Gedanken zum Weltfernsehtag

Der 21.November ist der Welttag des Fernsehens. Wenn ihr mich fragt bedeutet dass: Höchste Zeit mal zu gucken, was sich dieser Tage in der deutschen TV-Landschaft so tut.

Ein erster Blick sei da auf Hans Sarpei gerichtet. Nachdem ich demletzt gesagt hatte, dass in seinem Format durchaus Potenzial steckt, darf ich nun konstatieren, dass diese in Folge eins kaum ausgeschöpft wurde. Sarpei war schwach und dass die Kreisligafußballer sich schwer tun würden, die Sendung zu tragen, war eben zu erwarten. Die Zuschauer sahen das ähnlich und schalteten eher weniger zu Tele 5.

Weiter zu Bully, dessen Ambitionen im Bezug auf seine Sitcom sehr lobenswert sind, selbst wenn man ihm vorwerfen kann, dass er es doch zu sehr als Werbung für seinen kommenden Film nutzt. Bei „Bully macht Buddy“ war die erste Folge inhaltlich zumindest durchwachsen, die Charaktere irgendwie noch nicht klar definiert. Doch es waren auch gute Ansätze zu erkennen. Es wäre wünschenswert, dass sich das ganze Projekt noch weiterentwickelt. Die Möglichkeit ist da und wer weiß, vielleicht geht die Serie ja sogar über eine Season hinaus.

Auch Comedy Central versucht sich in Deutschland derweil an Eigenproduktionen. Ein lobenswerter Ansatz, der im Mutterland des Senders schon erfolgreich ist. Ob eine Verstecke-Kamera-Sendung unter dem Titel „Fat for Fun“ nun das Gelbe vom Ei ist, sei dahingestellt. Da wird man wohl doch neidisch auf Programme wie „South Park“ oder die „Daily Show“ bei der US-Mutter gucken.

Diese drei Formate sind natürlich nur ein kleiner Blick, auf das, was sich im deutschen TV so tut. Was sich hier aber zeigt: Es lebt. Nicht alles was veröffentlich wird, ist ein inhaltlicher Traum, aber es gibt genug anspruchsvolles, lustiges oder kreatives Programm, dass über den Äther geht. Wer auch immer das Gegenteil behauptet, der hat vielleicht einfach nicht lange genug gesucht. Es ist schade, dass man sich so intensiv umsehen muss, aber das Programm ist da. Nutzt es!

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